Dienstag, 17. Februar 2009

Der unsichtbare Teufel - Teil II/II

Der zweite Teil des „Portrait“ beginnt mit dem Auktion für die Sachen des verstorbenen Künstlers. Es gab sehr viele Interessenten für das Portrait mit den ausdrucksvollen Augen, aber wegen des hohen Preises, konnte sich keinen von denen das Bild leisten. Ein junger Mann meinte unerwartet, dass er mehr Rechte auf das Bild, als alle Anderen habe und hat die Geschichte des Bildes erzählt.

Vor vielen Jahren lebte in einem armen Viertel der Stadt eine seltsame Person, die über sehr viel Geld verfügt habe. Im Unterschied zu anderen Kreditoren, war dieser Man immer bereit beliebige Summen jedermann auszuleihen und zwar zu günstigen Bedingungen. Allerdings am Ende des Kredits, habe sich immer auf mysteriöser Weise herausgestellt, dass die Bedingungen günstig nur für den Geldgeber waren. Außerdem erlitten alle, die sich bei ihm Geld ausgeliehen haben, verschiedenartige Unfälle, sodass bald keiner von ihm Geld leihen wollte.

Der Vater des Auktionerzählers sei zu dieser Zeit Kirchenmaler gewesen, der sich besondere Mühe bei seinen Kunstwerken gäbe. Er habe gefastet und gebetet, bevor er sich einem neuen Bild widme. Er habe sich eines Tages gedacht, dass der seltsame Geldgeber ein wunderbares Modell für den Teufel darstellen würde. Und ein paar Tage später klopfte der Geldgeber auf seine Tür und wollte ein Portrait von sich haben. Etwas verwirrt habe sich der Vater für die Aufgabe bereit erklärt. Er habe mit Leidenschaft gemalt, aber konnte vor lauter Aufregung und Erschöpfung das Bild doch nicht zu Ende zu bringen. Der Auftraggeber sei sehr enttäuscht, da er überzeugt war, dass er in dem Bild weiter leben würde und somit nie sterben würde. Er habe das Bild am nächsten Tag zurück zu dem Meister geschickt. Und paar Tage später sei er gestorben.

Somit begann das Portrait sein Leben. Bald darauf habe sich sein Vater vom Grund aus verändert und began böse Taten zu begehen. Er wurde neidisch, terorrisierte seine Familie und versuchte seine die Künstlerlaufbahn seinen Kollegen zu stören. Bis er eines Tagen das Bild einem Freund geschenkt habe. Ähnlich ist dem Freund auch gegangen. Sein Leben habe sich verändert, bis er das Bild weitergereicht habe. Am Ende seines Lebens habe der Vater seinem Sohn die Aufgabe gegeben, das teuflische Bild zu finden und zu vernichten. Er würde das Bild an den besonders lebendigen Augen erkennen. Und dieser Tag sei gekommen, erklärte der junge Mann.

Alle in der Galerie richteten ihre Augen auf das Bild, aber das Bild war verschwunden.

Das ist der zweite Teil der gogolschen Geschichte. Der Teufel taucht auch hier nicht direkt auf, aber die Verbindung zu den dunklen Kräften ist deutlicher zu spüren. Und ein Hauch von Mysterie und Unklarheit bleibt dem Leser nicht vorenthalten.

Eigentlich diese Novelle drückt ziemlich genau meine Verwirrung bei der Suche nach Frage, wer der Teufel sei. Sein Bild verändert sich ständig – er ist mal naiv, schwach und feige, mal geschickt und mächtig, mal weise und ruhig... Oft tut er Böses, oft tut er Gutes. Man kann ihn an seinen Taten nicht immer erkennen. Nicht mal die heiligen Leuten, wie die Nonnen im Kloster. Und manchmal ist er nicht mal direkt zu sehen. Man sieht nur die Spuren, die er mit seiner Präsenz hinterlassen hat.

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