Eine andere schöne Teufelsgeschichte, die die Existenz der dunklen Mondseite zu erklären sucht, habe ich auch in der nördlichen Mythologie gefunden. Dieser Geschichte nach, sollte der Mond gleich nach seiner Erstellung hell wie die Sonne gewesen sein. Sein Licht wurde sogar dem Sonnenlicht Vorzug gegeben, da das Sonnenlicht zu heiß war und die Leute ihre Arbeit nicht verrichten konnten. Die taghelle Nacht hat aber Probleme dem Teufel und seinen Komplizen bereitet: sie wurden von weitem entdeckt, schamvoll vertrieben und konnten sich nicht um ihr normales Geschäft kümmern.
Deswegen haben sie sich versammelt und nach einer akzeptablen Lösung gemeinsam gesucht. Das war ein gewaltiger Brainstorming, da er sieben Tage lang gedauert hat und in diesen sieben Tagen ist sogar die verfügbare Nahrung alle geworden. (Davon kann man entnehmen, dass auch der Teufel zu essen braucht und eher wie eine Art Lebewesen, als wie ein Geist betrachtet wird.) Am siebten Tag rieben sie sich die leeren Mägen und hatten immer noch keine Idee. Bis der Teufel erhellt wurde, dass ihre Probleme von der Mondexistenz stammen, und dass sie bei einem dunklen Mond nichts zu fürchten hätten.
Daher haben sie sich entschieden auf einer langen Leiter stehend, den Mond mit Teer zu beschmieren, da er zu fest am Himmel angebracht wurde, um ihn komplett entfernen zu können. Diese Leiter bestand aus sieben Stücken. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass der Zahl sieben in diesen nordischen Geschichten einen besonderen Wert beigemessen wird. Sieben Tage haben der Teufel und seine Kumpanen nach einer Lösung gesucht. Aus sieben anderen Leiter bestand die große Mondleiter. Und obwohl der Leiter scheinbar aus der korrekten Anzahl von Elementen bestand, ist der Versuch den Moond zu teeren misslungen. Der Helfer, der auf der Leiter stand, hat den Teerkübel direkt auf dem Teufel fallen gelassen. Der Letzte hat viel Mühe in seiner Säuberung investiert, aber alles war vergebens. Aus diesem Grund sei ab diesem Augenblick der Teufel schwarz.
Der ursprüngliche Mißerfolg hat ihn nicht entmutigt und am nächsten Tag wurden noch sieben Leiter aneinander angeschlossen, um einen neuen Letier zu bilden. Diesmal waren die Moonteererer erfolgreicher, indem sinne, dass sie es fertig gebracht haben, die hintere Seite des Mondes zu teeren, und ihn somit wesentlich dunkler zu machen. Die vorderseite aber erwies sich als problematischer. Der liebe Gott ist nach einem Nickerchen aufgewacht und hat sich gewundert, wieso das Licht so ungewöhnlich dunkel sei. Er hat Sofortmaßnahmen ergriffen und den Mondmaler auf dem Mond für immer zu bleiben. Der Teufelsknecht ist an dem Mond steckengeblieben und sei dort bis heute noch.
Freitag, 13. Februar 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Ooops. Hier fehlt auch der Link zu der Geschichte:
http://www.sacred-texts.com/neu/hoe/hoe2-53.htm
Kommentar veröffentlichen